|
![]() |
||
|
An die 200 Menschen kamen zu unserem Stiftungsfest vom 12. bis 14. Mai 2006 ins Logenhaus, um den 250. Geburtstag unserer ehrwürdigen Bauhütte zu feiern. Die Öffentlichkeit war vertreten durch Oberbürgermeister Gerhard Widder, Kulturbürgermeister Dr. Peter Kurtz, das gesamte Farbspektrum der Parteien aus dem Stadtrat, Religionsvertreter von Judentum, Christentum und Islam, sowie Repräsentanten aus Wirtschaft und Kultur. Logen aus Chile, Istanbul, Rostock, Dortmund, Freudenstadt, Schliengen, Pforzheim, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Kaiserslautern und Karlsruhe und alle Logen des Rhein-Neckar-Raumes gaben uns die Ehre. Besonders freuten wir uns über die Teilnahme des Großmeisters Jens Oberheide, des zugeordneten Großmeisters Rüdiger Templin, der Distriktsmeister aus Baden Württemberg und Rheinland Pfalz sowie von weiteren Großbeamten Freitagabend trafen sich bereits über 40 Schwestern, Brüder und Gäste zum Kennenlernen und miteinander Plaudern in gelockerter Atmosphäre. Am Samstag folgte der Festakt. Oberbürgermeister Widder gratulierte zum stolzen Fest und betonte, dass das Profil einer Stadt geprägt wird durch die Menschen und ihre Organisationen. Er dankte der Loge „Carl zur Eintracht", die hierbei eine hervorragende Stellung einnehme und mahnte, „wir dürfen nicht nachlassen, die Werte zu verteidigen, die auch die Werte der Freimaurerei sind." Menschlichkeit, Toleranz und Brüderlichkeit seien besonders wichtig in einer Stadt, in der 170 Nationen miteinander und nicht nur nebeneinander leben lernen müssen. Großmeister Jens Oberheide zitierte, „diese unmenschliche Welt muss menschlicher werden – aber wie?" Anstatt Weltverbesserer zu sein, arbeite der Maurer zuerst an sich selbst. Ansatzpunkt sei der Mensch. Was wir im Kleinen nicht erreichen, gelingt auch nicht im Großen. Prof. Dr. Hermann Wiegand, zwar kein Mitglied, aber guter Freund von „Carl zur Eintracht“ hielt den Festvortrag „Humanität und Freimaurerei". Er bezeichnete "Freimaurerei war immer" als anthropologische Grundkonstante von der Antike bis heute. Zeitlos gehe es darum, sich selbst besser zu verstehen und damit um die alte Botschaft „Erkenne Dich selbst". Verschiedene Wege führen zur Erkenntnis. Dabei sei Toleranz Andersdenkenden gegenüber wesentlicher Bestandteil der Humanität. 1612 wurden die klassischen Worte gegen die Tötung von Menschen im Namen des Glaubens publiziert: „Einen Menschen töten, heißt nicht, eine Lehre verteidigen, sondern einen Menschen töten. Als die Genfer Servet umbrachten, haben sie keine Lehre verteidigt, sondern einen Menschen umgebracht." Der Blick nach Guantanamo oder Afghanistan zeige, dass nach wie vor die Stimme der Humanität, Toleranz und Brüderlichkeit, die Stimme der Vernunft erhoben werden müsse. In diesem Sinne wird Freimaurerei nicht nur sein, sie muss sein Nach anspruchsvoller geistiger Kost schritt man zu den kulinarischen Genüssen des Buffets, zubereitet vom guten Geist unseres Logenhauses, Familie Schwanitz. Abends besichtigten wir die barocke Pracht der Mannheimer Jesuitenkirche, erläutert aus zwei Perspektiven. Da der offizielle Führer im Stau stecken geblieben war, übernahm zunächst der Messner die Führung und berichtete auf gut mannemerisch (=Mannheimer Dialekt), wie er als Kind zum Ende des Zweiten Weltkrieges die Kirche während der Bombenangriffe erlebte und in den Trümmern spielte. Anschließend erläuterte der Führer die Restauration unter kunsthistorischem Aspekt. Der Sonntag stand im Zeichen der Festarbeit im Tempel. Es war eine Freude, den großen Tempel des Logenhauses voll besetzt zu sehen, sowohl im Osten mit den Würdenträgern, als auch in den Kolonnen mit den zahlreichen Brüdern der besuchenden Logen und von Carl zur Eintracht. Feierlich heitere Geburtstagsstimmung bestimmte die Atmosphäre. Die Loge „Zu den drei Sternen“ im Orient Rostock nutzte die Gelegenheit, unseren Br.: Karlheinz Schies für seine umfangreiche brüderliche Aufbauhilfe durch Verleihung des Silbernen Ehrenbijous zu danken. Die anschließende Tafelloge wurde bei straffer Führung recht lustig. Währenddessen erfreuten sich die Damen im Schwetzinger Schlossgarten an der abwechslungsreichen Gartenbaukunst französischen und englischen Stils des 18. Jahrhunderts. Nach dem gemeinsamen Abschiedskaffee zogen die Teilnehmer wieder heimwärts, aus verschiedenen Rückmeldungen zu schließen mit dem Gefühl, eine harmonische Feier erlebt zu haben. Viele Gäste, Schwestern und Brüder haben durch ihr Kommen, ihre gute Stimmung und durch ihre Beiträge zum Gelingen dieses Stiftungsfestes beigetragen. Im Namen von „Carl zur Eintracht" dafür herzlichen Dank MH.
Lesen Sie weiter: Unsere Loge:
|
|||
| nach oben | Drucken | Impressum |
|||